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Ein- und Übersichten zu aktuellen Erscheinungen und Auswirkungen für die Bundesrepublik oder "Traue nur Statistiken, die Du selber erstellt hast". mehr...

Zeitkritik :: Deutschland aus demographischer Sicht

Deutschland aus demographischer Sicht

Interessante Ein- und Übersichten zu den aktuellen Erscheinungen und ihren Auswirkungen aus den östlichen und westlichen Teilen der Bundesrepublik. Wobei immer wieder zu hinterfragen ist, wer aus welcher aktuellen Interessenlage heraus mit demografischen Daten herumspielt und was er beweisen will. Gerade die Bertelsmannstiftung tritt da immer wieder auffällig in Erscheinung mit Ergebnissen mit oft durchsichtiger Zielrichtung.

Hinweis:
Über den Link der Artikelüberschrift gelangen Sie zum vollständigen Originaltext der jeweiligen Quelle.


  • ARD-SWR: Die Rentenlüge Dietrich Krauss und Ingo Blank SWR Odysso vom 24.04.2008
    Ist die „Alterskatastrophe“ nur eine Medienkampagne? Erfunden, um die gesetzliche Rente abzuwickeln und den Versicherungen neue Kunden zuzuführen? Das wollen wir uns näher anschauen. Ganz offensichtlich gibt es eine ganz „große“ Koalition, denn seit Jahren fordern Politiker aller Parteien die Deutschen zur privaten Vorsorge auf.

    Anmerkung: Sehr interessante Richtigstellung wider den medialen Einheitsbrei gegen die gesetzliche Rente und die Machenschaften der privaten Versicherer und deren Lobbyisten. SWR Video: Die Rentenlüge 7:13 Minuten
    Sendungsbroschüre: Sterben die Deutschen aus? (PDF)

  • ARD-SWR: Die Demografie-Lüge Frank Wittig SWR Odysso vom 24.04.2008
    Vor 100 Jahren konnte ein Landwirt gerade einmal acht Menschen ernähren - heute sind es 80. Seine Produktivität hat sich gewaltig gesteigert. Sind wir heute bei den Renten vielleicht in einer ähnlichen Situation? Werden - was jetzt noch unvorstellbar scheint - in 30 Jahren einige wenige Junge viele Alte versorgen können? Von der "Vergreisung Deutschlands" ist die Rede, der "Verödung und Verblödung" weiter Landstriche, gar vom "Aussterben der Deutschen". An düsteren Zukunftsszenarien herrscht kein Mangel. Aber: Man kann die Sache auch ganz anders sehen...

    Seit rund zehn Jahren haben Politiker und Medien die demographische Katastrophe als Megathema entdeckt, schüren Panik und rechtfertigen so Einschnitte ins soziale Netz. Dabei kann man die Zahlen, die vom statistischen Bundesamt vorgelegt werden, auch ganz anders interpretieren.

    Die Zahlen, die zunächst scheinbar eine ganz klare Sprache sprechen: Im Jahr 2000 finanzierten noch 4,1 Erwerbsfähige einen Rentner. 2050 sollen es nur noch zwei sein. Aber ist damit der Sozialbankrott wirklich vorprogrammiert? Ein Blick in die Geschichte zeigt: Nein!

    Schon seit 1871 gibt es immer weniger Erwerbsfähige pro Rentner. 1871 - zu Beginn der Bevölkerungsstatistik - waren es noch 14 Erwerbsfähige, die einen Rentner finanzierten. 1950 noch sieben, und heute sind es vier. Und trotzdem ging es Rentnern und Arbeitern immer besser.

    Anmerkung: Endlich wird mit diesem Demografie-Unsinn aufgeräumt und dieser als Angstmache entlarvt. SWR Video: Die Demografie-Lüge 5:48 Minuten

  • Mal wieder ein „Demografiemonitor“ der Bertelsmann Stiftung Wolfgang Lieb in NachDenkSeiten vom 12.02.07
    Alle Bundesländer seien schon heute vom demographischen Wandel betroffen, behauptet der neueste „Demografiemonitor“:
    „Zwar schrumpft die Bevölkerung nur in den neuen Bundesländern, aber in allen Bundesländern steigt das Durch-schnittsalter der Bevölkerung. Konsequenz dieser Alterung ist der Rückgang der Aktivenquote, also des Anteils der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung. Insbesondere bei den Männern geht die Tendenz seit Jahren in die falsche Richtung.“
    So heißt es da wirklich. Demografie ist also die Ursache am Rückgang der Erwerbstätigen, nicht die fehlenden Arbeitsplätze!
    An solchen Aussagen lässt sich mit Händen greifen, wie die „Demografie“ dazu missbraucht wird, um von den wirklichen Ursachen abzulenken und wie die demographische Entwicklung als Propagandamittel für die von Bertelsmann angeratenen, immer gleichen „Handlungsoptionen“ eingesetzt wird.

    Man muss sich wirklich fragen, warum die bertelsmannschen Demografie-„Experten“ keine Sorge haben, sich lächerlich zu machen.
    Ist es etwa wirklich die Demografie, die die Bevölkerung in den neuen Bundesländern schrumpfen lässt? Ist es nicht so, dass die Menschen deswegen abwandern, weil sie nur im Westen noch eine Arbeit finden? Warum ziehen wohl vor allem die Jungen weg? Doch deshalb, weil sie in vielen östlichen Landstrichen keinerlei berufliche Perspektive haben. Ist die niedrigere Geburtenrate im Osten Deutschlands nicht gleichfalls eher eine Folge mangelnder Sicherheit und von Arbeitslosigkeit oder von um sich greifender Armut.
    Wie man wie beim neuesten „Demografiemonitor“, Ursache und Wirkung aber derart plump auf den Kopf stellen kann, das ist schon ziemlich dreist. Dass die Bertelsmann Stiftung offenbar keine Sorge hat, sich mit diesem Demografiemonitor zum öffentlichen Gespött zu machen, kann vermutlich nur daran liegen, dass sie sich inzwischen sicher sein kann, dass sie den Meinungsmainstream auf ihrer Seite hat und darauf bauen kann, dass die Demografie-Hysterie so weit um sich gegriffen hat, dass die Angst der Menschen ihr Gehirn vernebelt hat. Denn wer sich noch ein wenig auf seinen schlichten Menschenverstand verlassen kann, dürfte wohl kaum auf diese ausgelegte Leimrute kriechen und darauf hereinfallen, dass die gegenwärtig niedrige Erwerbsquote eine „Folge der Alterung“ sei. Mit ein bisschen Klarsicht würde er erkennen, dass die geringe Erwerbsquote ihre Ursache nicht in der Demografie, sondern in einer gescheiterten Wirtschaftspolitik hat, die wiederum seit Jahren den „Handlungsoptionen“ der Bertelsmänner blind folgt.

  • Kinderschwund - na und? Josef Joffe in Die ZEIT vom 26.03.06
    Deutschland ist überbevölkert. Wenn es um Demografie geht, sind die Gaukler und Hype-Artisten nicht weit. Da veröffentlichte vergangene Woche ein Institut seine neuesten Horrordaten, und schon schlugen die Medien »Geburtenalarm in Deutschland« und kündeten vom »Schock in Ostdeutschland«. D war abermals »Schlusslicht«, diesmal bei der Zeugung.
  • Die Welt der Alten Haug von Kuenheim in Die ZEIT vom 23.03.06
    Wie leben, was denken, wovon träumen alte Menschen? Ein LEBEN-Spezial.
    Zum Auftakt: Haug von Kuenheim über die Angst vor der vergreisten Republik.
  • Die Mär von der weltweit tiefsten Geburtenrate Saar Echo vom 23.03.06
    Gegenpol zu Veröffentlichungen im Spiegel und der FAZ
    Auf der Basis von möglicherweise bestellten Falschmeldungen stellt die Politik ihre Weichen für Deutschlands Zukunft.
    Dass ein Institut für Bevölkerung und Entwicklung die genannten Fakten nicht kennt, erscheint mir unwahrscheinlich. Es muss also von einer bewussten Manipulierung durch Übertreibung ausgegangen werden. Es ist eben ein finanzkräftiges privates Meinungsbildungsinstitut.
  • Schrumpfende Städte - Diät für die Speckgürtel Zweiteilige Serie von Jochen Bölsche im Spiegel
    Jahrzehntelang haben hoch subventionierte Eigenheim-Gürtel rings um die Metropolen zur Verödung der Stadtkerne beigetragen. Benzinpreiserhöhungen und der Stopp der Eigenheimförderung haben jetzt eine Trendwende eingeleitet.
  • Verlassenes Land, Verlorenes Land - Polinnen als letzte Hoffnung Dreiteilige Serie von Jochen Bölsche im Spiegel
    Auf der Suche nach einem guten Job oder einer guten Partie fliehen junge Frauen massenhaft vom Land in die Städte. Zurück bleiben Männer, die sich in Fernsehsucht, Suff und Fremdenhass flüchten. Politiker erwägen bereits, Ausländerinnen für die Frustrierten anzuwerben - ein fragwürdiges Konzept.
  • Sterbendes Land - Keine Zukunft für die Kuhzunft Jochen Bölsche im Spiegel
    Bauerndörfer ohne Bauern, Landgemeinden ohne Gemeinderat, ohne Kneipe, ohne Arzt - das Dorfsterben hat begonnen. Nicht einmal die Kirche ist heilig. Kritiker befürchten eine "soziale und politische Erosion größten Ausmaßes". Doch das Land ohne Volk hat keine Lobby in Berlin.
  • Demographiestudie - Der Osten verliert, der Süden profitiert Miriam Schröder im Spiegel vom 15.03.06
    Eine aktuelle Studie zeigt: Große Teile Ostdeutschlands und manche Gebiete im Westen verlieren schon jetzt dramatisch viele Einwohner. In den nächsten 15 Jahren drohen ganze Landstriche auszubluten.
  • Wegweiser demographischer Wandel Informationssammlung der Bertelsmann-Stiftung
    Forscher der Bertelsmann-Stiftung haben bei der Analyse der Entwicklungstrends in der Bundesrepublik herausgefunden, dass es 15 regional unterschiedliche "Demographietypen" gibt. Für jede dieser Fallgruppen haben sie Grundzüge eines Handlungskonzepts ins Internet gestellt, als Datei zum Herunterladen und zum Ausdrucken

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